{"id":191,"date":"2016-03-21T17:09:27","date_gmt":"2016-03-21T16:09:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.esf.international\/?page_id=191"},"modified":"2017-10-02T13:08:49","modified_gmt":"2017-10-02T12:08:49","slug":"scientific-background-and-links","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.esf.international\/de\/scientific-background-and-links\/","title":{"rendered":"Der Aal und ICES"},"content":{"rendered":"<p>Die ICES und insbesondere die EIFAC beraten die Europ\u00e4ische Kommission j\u00e4hrlich. Ihre Hauptaussage blieb in den vergangenen etwa zehn Jahren gleich und bestand in der Empfehlung, alle menschlichen Einfl\u00fcsse m\u00f6glichst gegen Null zu reduzieren. Dieser Hinweis ist vorsorglich, da sich eine exakte Messung der Aalpopulation als \u00e4u\u00dferst schwierig erweist und die Populationsdynamik sich nicht vorhersehen l\u00e4sst. Angesichts des ungew\u00f6hnlichen Lebenszyklus und der verstreuten Population liegt ein einziger panmektrischer Bestand f\u00fcr ganz Europa und Nordafrika vor.<\/p>\n<p>Der genaue Wortlaut ist:<\/p>\n<p>ICES weist darauf hin, dass &#8211; bei Anwendung der vorsorglichen Herangehensweise f\u00fcr den Europ\u00e4ischen Aal &#8211; alle anthropogenen Mortalit\u00e4tsfaktoren (z.B. Freizeit- und gewerbliche Fischerei auf allen Stufen, Wasserkraft, Pumpwerke und Umweltverschmutzung), die die Erzeugung und die R\u00fcckwanderung der Blankaale beeintr\u00e4chtigen, m\u00f6glichst gegen Null\u00a0 reduziert werden sollten.<br \/>\nDa es keine zuverl\u00e4ssigen Informationen gibt, wurden die Ankunfts- oder Rekrutierungszahlen der Glasaale als Behelfsindikator f\u00fcr die Gesamtpopulation verwendet und im Jahr 2015 bekanntgegeben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-192 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.esf.international\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Schermafbeelding-2016-03-21-om-17.08.21-300x224.png\" alt=\"Schermafbeelding 2016-03-21 om 17.08.21\" width=\"360\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.esf.international\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Schermafbeelding-2016-03-21-om-17.08.21-300x224.png 300w, https:\/\/www.esf.international\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Schermafbeelding-2016-03-21-om-17.08.21.png 530w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/p>\n<p>Es lohnt sich, sich den Bericht einmal genau anzusehen. Die aktuelle Fassung finden Sie unter <a href=\"http:\/\/ices.dk\/community\/groups\/Pages\/WGEEL.aspx\">diesem Link<\/a>.<\/p>\n<p>Der wissenschaftliche Rat der ICES wurde in den Prozess eingebunden, der zur Schaffung der Aalverordnung f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Ratsverordnung (EC)\u00a0 1100 \/ 2007 vom 18. September 2007<br \/>\nBestimmung von Ma\u00dfnahmen zur Wiederauff\u00fcllung des Bestandes des Europ\u00e4ischen Aals Der Aal kann sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, den besonderen Status zu genie\u00dfen, eine eigene, f\u00fcr die Mitgliedstaaten verpflichtende Verordnung zu haben. Die Schl\u00fcsselthemen k\u00f6nnen schnell aus den Artikeln identifiziert werden, die in der Verordnung enthalten sind.<\/p>\n<p>* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Artikel 1 \u201c Mit dieser Verordnung werden Rahmenbedingungen festgelegt f\u00fcr den Schutz und die nachhaltige Nutzung des Bestands\u201d<\/p>\n<p>* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Artikel 2 behandelt die Mitgliedsstaaten, die Aal Management Pl\u00e4ne aufstellen (Eel Management Plans, EMPs) \u201cZiel jedes Aalbewirtschaftungsplans ist es, die anthropo-<\/p>\n<p>gene Mortalit\u00e4t zu verringern und so mit hoher Wahrscheinlichkeit die Abwanderung von mindestens 40 % derjenigen Biomasse an Blankaalen ins Meer zuzulassen, die nach der bestm\u00f6glichen Sch\u00e4tzung ohne Beeinflussung des Bestands durch anthropogene Einfl\u00fcsse ins Meer abgewandert w\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p>* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Artikel 2 geht weiter mit der Identifizierung m\u00f6glicher Ma\u00dfnahmen, die in die EMP aufgenommen werden sollten<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Reduzierung der kommerziellen Fangt\u00e4tigkeit<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Einschr\u00e4nkung der Sportfischerei<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Besatzma\u00dfnahmen<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Strukturelle Ma\u00dfnahmen zur Sicherung der Durchg\u00e4ngigkeit von Fl\u00fcssen und zur Verbesserung ihrer Lebensr\u00e4ume, gekoppelt mit anderen Umweltma\u00dfnahmen<\/p>\n<p>* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Verbringung von Blankaalen aus Binnengew\u00e4ssern in Gew\u00e4sser, aus denen sie ungehindert in die Sargassosee abwandern k\u00f6nnen<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Ma\u00dfnahmen gegen Raubtiere<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Befristete Abschaltung von Wasserkraftwerksturbinen<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Ma\u00dfnahmen in Bezug auf Aquakultur<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Artikel 7 Besatzma\u00dfnahmen<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Dort wo die Befischung von Aalen von weniger als 12 cm L\u00e4nge erlaubt ist, soll der Mitgliedstaat mindestens 60 % zum Zwecke der Aufstockung des Besatzes behalten<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Der Prozentsatz von 60 % wird bis 31. Juli 2013 erreicht<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0 Um zu gew\u00e4hrleisten, dass 60 % der F\u00e4nge im Rahmen eines Aufstockungsprogramms verwendet werden, m\u00fcssen die Mitgliedstaaten ein geeignetes Meldesystem einrichten<\/p>\n<p>* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Artikel 9 Berichterstattung und Bewertung<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Die Mitgliedstaaten erstatten der Kommission im Abstand von drei Jahren Bericht<br \/>\n* \u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Die Kommission soll geeignete Ma\u00dfnahmen vorschlagen, um die Wiederauff\u00fcllung des Bestands zu bewirken, entschieden von der Mehrheit des Rates<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ICES und insbesondere die EIFAC beraten die Europ\u00e4ische Kommission j\u00e4hrlich. Ihre Hauptaussage blieb in den vergangenen etwa zehn Jahren <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.esf.international\/de\/scientific-background-and-links\/\">Lees verder&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"class_list":["post-191","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.esf.international\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/191","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.esf.international\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.esf.international\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.esf.international\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.esf.international\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=191"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.esf.international\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/191\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":445,"href":"https:\/\/www.esf.international\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/191\/revisions\/445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.esf.international\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=191"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}