{"id":201,"date":"2016-03-21T17:22:12","date_gmt":"2016-03-21T16:22:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.esf.international\/?page_id=201"},"modified":"2017-10-02T13:07:15","modified_gmt":"2017-10-02T12:07:15","slug":"the-european-eel-anguilla-anguilla","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.esf.international\/de\/the-european-eel-anguilla-anguilla\/","title":{"rendered":"Der Europ\u00e4ische Aal (Anguilla anguilla)"},"content":{"rendered":"<p><em>Der Europ\u00e4ische Aal (lat. Anguilla anguilla) ist eine panmiktische Art <\/em>mit einem Verbreitungsgebiet vom Nordkap in Norwegen s\u00fcdw\u00e4rts entlang den K\u00fcsten Skandinaviens und der baltischen Staaten, \u00fcber den Teil Europas, der am Atlantik liegt, bis zu allen K\u00fcsten des Mittelmeers einschlie\u00dflich der nord- und westafrikanischen K\u00fcste (Schmidt 1909, Dekker 2003). Nur selten gelangt er in das Wei\u00dfe Meer oder die Barentssee, es wurden jedoch Exemplare \u00f6stlich der Petschora in Nordwestrussland beobachtet. Kleinere Vorkommen der Art gibt es auch im Schwarzen Meer, von wo die Aale \u00f6stlich zu den Kuban Kan\u00e4len wandern (einzelne Individuen gelangen in die Wolga). Ein Bericht der ICES- Expertengruppe zu den S\u00fc\u00dfwasseraalen in salzhaltigen Gew\u00e4ssern (SGAESAW) weist darauf hin, dass Aal-Populationen typischerweise eine Mischung aus S\u00fc\u00dfwasserbewohnern, Salzwasserbewohnern und Arten enthalten, die zwischen den Lebensr\u00e4umen wandern (ICES\/SGAESAW 2009). In den meisten europ\u00e4ischen Binnengew\u00e4ssern (z.B. Seen) ist er weit verbreitet. Man nimmt an, dass die kontinentale Verbreitung des Europ\u00e4ischen Aals sich \u00fcber eine Fl\u00e4che von ungef\u00e4hr 90.000 km\u00b2 in Europa und Teilen Nordafrikas erstreckt (Moriarty and Dekker 1997). Betrachtet man die marine Verteilung, ist das Verbeitungsgebiet wesentlich gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p><strong>Kultur<\/strong><br \/>\nSeit vielen Jahrtausenden stehen Mensch und Aal in einer engen Beziehung. Der Aal bildete eine wichtige Nahrungsquelle und in Europa und Nordafrika haben sich viele regionale Kulturen und Traditionen um den Aal entwickelt.<\/p>\n<p><strong>Lebenszyklus<\/strong><br \/>\nDer Aal ist bekannt f\u00fcr seine Kraft und Ausdauer. Seit Menschengedenken existiert dieses fantastische Wesen, das drastische Klimaver\u00e4nderungen \u00fcberlebt hat und f\u00e4hig ist, Tausende von Kilometern zu schwimmen, um das Laichgebiet zu erreichen.<\/p>\n<p>Aale werden vermutlich irgendwo in der Sargassosee geboren. Es gibt Hinweise daf\u00fcr, dass sie in der Sagassosee laichen, doch bis heute konnte niemand das tats\u00e4chliche Laichen in freier Wildbahn bezeugen. Einmal geboren, treiben die Aal-Larven in gro\u00dfen Mengen durch den Atlantik. Wenn sie an der europ\u00e4ischen K\u00fcste ankommen, versuchen die Glasaale, in die Binnens\u00fc\u00dfwasserbecken zu gelangen, um ihre Entwicklung fortzusetzen. Mit zwei Jahren sind die Aale ausgewachsen und geschlechtsreif und kehren zu ihren Laichgr\u00fcnden im Meer zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Schwierigkeiten f\u00fcr den Aal<\/strong><br \/>\nDie europ\u00e4ische K\u00fcstenlinie ist heutzutage so gut mit Hochwasserschutzeinrichtungen ausgestattet, dass junge Aale das S\u00fc\u00dfwasser nur unter gro\u00dfen Schwierigkeiten erreichen. Der Blankaal hat es noch schwerer, wenn er auf dem R\u00fcckweg zu seinen Laichgr\u00fcnden ins Meer gelangen muss. Die zugebauten Wanderrouten sind der Hauptgrund f\u00fcr den dramtischen R\u00fcckgang des Aalbestandes in den letzten Jahrhunderten. Andere Ursachen wie die Umweltverschmutzung, nat\u00fcrliche Feinde und die \u00dcberfischung verschlimmern die Situation zus\u00e4tzlich. Ausgehend von einer Zeit des \u00dcberflusses, als der Aal noch eine Besteuerungsgrundlage bildete, stehen wir heute an einem Punkt, an dem der Aal durch eine Europ\u00e4ische Aalverordnung besonders gesch\u00fctzt werden muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-234 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/www.esf.international\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Schermafbeelding-2016-03-22-om-11.46.50.png\" alt=\"Schermafbeelding 2016-03-22 om 11.46.50\" width=\"564\" height=\"473\" srcset=\"https:\/\/www.esf.international\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Schermafbeelding-2016-03-22-om-11.46.50.png 564w, https:\/\/www.esf.international\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Schermafbeelding-2016-03-22-om-11.46.50-300x252.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px\" \/><\/p>\n<p><strong>Der Aal braucht unsere Hilfe<\/strong><br \/>\nDer Eel Stewardship Fund wurde zur finanziellen Unterst\u00fctzung einer Vielzahl von Aktivit\u00e4ten gegr\u00fcndet, die einen Beitrag zur Wiederauff\u00fcllung des Aalbestandes in den europ\u00e4ischen Binnengew\u00e4ssern und K\u00fcstenlagunen leisten. Zu diesen Aktivit\u00e4ten geh\u00f6rt die Wiederherstellung des Lebenszyklus des Aales.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Europ\u00e4ische Aal (lat. 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